Mit Respekt für die Qualität der Situation oberhalb des Grundstücks wird der Blick auf die andere Talseite und die ferne schwäbische Hügellandschaft nicht verstellt, das Dach ist sichtbare begrünte fünfte Fassade. Das Haus ist über drei Ebenen organisiert. Das Erleben des unverbaubaren Blicks in die Ferne des weiten Tales bestimmt das Raumkonzept: Unten Gartengeschoss mit Arbeitsraum und vorgelagerter Loggia offen zur Natur. Darüber Wohnen und Küche – hell mit Blick in die Ferne. Eine große Terrasse ist räumliche Erweiterung und Verbindung in den Kräutergarten. Oben ist Schlafen und ein variabel nutzbares Loft mit Flexibilität für unterschiedliche Lebenssituationen. Die Atmosphäre wird bestimmt durch die sinnlich spürbare Materialität der natürlichen Baustoffe: der erdige Farbton des terracottaroten, fugenlos geschliffenen Heizestrichs, die ruhige Untersicht der rohen Brettstapeldecke und die weiß gestrichenen Wandflächen. Der vom Dach abgehängte Umgang ist transparente räumliche Erweiterung und geschützter Außenraum. Das hölzerne Stabwerk bildet einen transparenten Vorhang und bietet Sichtschutz gegen neugierige Einblicke der angrenzenden Nachbarschaft.