Das Wohnhaus in Hannovers Innenstadt aus dem Jahr 1958 wurde in bewohntem Zustand modernisiert. Die Maßnahmen umfassten die energieeffiziente Modernisierung, den maximierten Einsatz von ökologischen Baustoffen und den Einsatz einer vorgefertigten Gebäudehülle. Mit Rücksicht auf die Bewohner der neun Wohneinheiten sollte die Bauzeit auf ein Mindestmaß reduziert werden. Die extrem kurze Bauzeit von nur 15 Wochen konnte erreicht werden durch den hohen Vorfertigungsgrad der Bauelemente. Eingesetzt wurden bis zu 10 Meter lange, geschosshohe Fassadenelemente inklusive Fenstern.

Die neue Fassadenoberfläche basiert auf einem Putzsystem mit Holzweichfaserplatten und fügt sich damit gut in die umgebende Bebauung ein. Die Modernisierung gab Gelegenheit für einige subtile Veränderung der Gebäudestruktur. Durch das Entfernen der nichttragenden Säulen und die Zusammenlegung von zwei Fenstern konnte der Lichteinfall in der Raumtiefe deutlich verbessert werden. Die südseitige Einhausung der Balkone wurde mit großzügigen, verglasten Raummodulen geschlossen und als Wohnraumerweiterung dem beheizten Volumen hinzugefügt.